Pressespiegel

Jahr 2017

Karate in Witten ganz groß

›Karate-Do‹ bedeutet ›Weg der leeren Hand‹ und bezeichnet nicht nur eine waffenlose Kampfkunst, sondern zudem eine Philosophie der Selbstbehauptung: »Dazu gehört auch die Vermittlung von Werten, bei denen der Mensch im Mittelpunkt steht. Karate-Do stellt für uns also mehr als nur das gemeinsame Betreiben einer Sportart dar – wir begleiten Menschen auf ihrem Entwicklungsweg«, bringt es Ralf Baier auf den Punkt. Neben Ralf Budde ist er sportlicher Leiter der Abteilung Karate-Do der TG Witten von 1848 e.V. – kurz: Karate Witten. Beide betreiben diese Sportart seit über 30 Jahren und gründeten 1999 die inzwischen etwa 170 Mitglieder zählende Abteilung zusammen mit Barbara Rehmer. »Es ist uns wichtig, dass wir Karate-Do als eine Einheit zwischen den körperlichen, den geistigen und den emotionalen Fertigkeiten sehen und vom Meister zum Schüler weitergeben«, so Ralf Baier weiter.

Selbst wenn Karate-Do somit »mehr als Sport« sei, wird die Kampfkunst in Witten auch sportlich betrieben, sodass regelmäßig Gürtelprüfungen durchgeführt werden und insbesondere Junioren-Teams an Wettkämpfen teilnehmen. »Die Gürtel zeigen visuell den Fortschritt des Einzelnen«, erläutert Ralf Baier. Anfänger tragen Weiß, Gelb oder Orange, Fortgeschrittene Grün oder Blau, Anwärter Braun und Meister Schwarz. Im Training sind die Träger der verschiedenfarbigen Gürtel jedoch bunt gemischt – auch trainieren Männer und Frauen gemeinsam: Die früheren Selbstverteidigungskurse nur für Frauen sind inzwischen in den gemischtgeschlechtlichen Gruppen aufgegangen. Die Trainingssituationen sind möglichst realistisch gehalten – bis hin zu Falltechniken, die ohne Polster auskommen ... Besonders erfolgreich war die Karate-Abteilung der TG Witten im Juni dieses Jahres bei den Bezirksmeisterschaften in Detmold: Amelie Frisch wurde vor Chiara Brzezina U18-Bezirksmeisterin, und zusammen mit Enya Brzezina holten sie auch den Team-Titel nach Witten. Bei den U18-Junioren erreichte Finn Botjes den zweiten Platz, während in der Altersklasse U21 Alina Schnupf Vize-Bezirksmeisterin wurde.

Das 15-köpfige Trainerteam bietet zweimal wöchentlich Unterricht – in der Sporthalle der Overbergschule (Rhienscher Berg 12) sowie in der Eduard-Schröder-Halle (Jahnstraße 11) – in vier Altersklassen an: Kinder (von 6–9 Jahren), Schüler (von 10–13 Jahren), Junioren (von 14–17 Jahren) und Erwachsene (ab 18 Jahren). Die einzelnen Termine sind unter www.karate-witten.de/zeiten+orte zu finden. Die Beiträge hierfür bewegen sich zwischen sechs Euro (U18) und zwölf Euro für Erwachsene.

Tipp: Zwischen dem 6. November und dem 23. Dezember finden in allen Altersklassen zu den normalen Trainingszeiten kostenlose Schnupperkurse statt. Der Vorteil dabei: Einsteiger haben die Möglichkeit, in einer Gruppe mit anderen Anfängern zusammen zu starten und Karate für sich ganz unverbindlich auszuprobieren.


Autor: Ulrich Schröder · Stadtmagazin Witten, Artikel von S. 60 in Ausgabe 111 (10/2017)